40 Jahre Fußgängerzone in Oldenburg
Oldenburg
Am 1. August 1967 eröffnete der damalige Oberbürgermeister Hans Fleischer die Oldenburger Fußgängerzone und übernahm damit eine Vorreiterfunktion in Deutschland. Das Jubiläum ist Anlass sich etwas näher mit der Fußgängerzone zu beschäftigen. Eine Fußgängerzone im gesamten Innenstadtbereich – das war damals ungewohnt, fast befremdlich. Inzwischen hat die Fußgängerzone Oldenburg zu einer der schönsten und beliebtesten Einkaufsstädte gemacht.
Urbanität, Vielfalt und eine offene und gastfreundliche Atmosphäre prägen die Stadt. Im August 2007 wird das 40-jährige Jubiläum in der Innenstadt groß gefeiert.
Die Stadt Oldenburg entwickelte sich in den Wirtschaftwunderjahren zu einem Einkaufszentrum. Zahlreiche Kaufhäuser richteten in der Innenstadt Filialen ein. Hohe Kundenzahlen und Verkehrsprobleme zwangen zu einer städtebaulichen Neuorientierung. Zunächst entbrannte eine Debatte um die autofreie Innenstadt. Einwände kamen vor allem von der ansässigen Buslinie Pekol und von vereinzelten Kaufleuten. Nach jahrelangen Diskussionen in politischen Gremien setzte die Stadt Oldenburg ihr Vorhaben um und Oldenburg bekam eine Einkaufs-City ohne störenden Stadtverkehr.
Im Juli 2007 ehrte die Bundesregierung die Stadt Oldenburg mit einer bundesweiten Auszeichnung für die Modernisierung der Fußgängerzone: Im Rahmen des Projektaufrufes „Lebenswerte Innenstädte – Initiativen, die bewegen!“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung, wurde das Oldenburger Projekt aus 180 Bewerbungen für eine Ehrung ausgesucht. Stadtbaurat Frank Pantel nahm die Auszeichnung am 2. Juli 2007 im Rahmen eines Festaktes in Berlin von Staatssekretär Achim Großmann entgegen.
Folgende Punkte haben die Juroren als vorbildlich bewertet:
das gute bauliche Ergebnis
den Lösungsansatz, die Maßnahme gemeinsam zu entwickeln,
und überwiegende Finanzierung durch private Grundstücksanlieger.
Stadtbaurat Frank Pantel begrüßte die Auszeichnung „Für alle Beteiligten an der Modernisierung ist das natürlich Genugtuung und Anerkennung, zugleich aber auch Ansporn, die noch zu modernisierenden Abschnitte Achternstraße und Lange Straße weiterhin zügig zu realisieren. Den vollen Impuls für die Belebung unserer Innenstadt erreichen wir dann, wenn das Projekt als Ganzes steht.“
Der Bummel durch Oldenburgs Innenstadt ist ein schönes Erlebnis: Viele Spuren der Vergangenheit - in Form schöner klassizistischer Fassaden und Giebel - beleben das Stadtbild. Über 250 Geschäfte und Kaufhäuser laden zum Shopping ein. Viele Restaurants, Kneipen und Bars bieten Platz – rund 550 sind es in ganz Oldenburg. Die Kneipenmeile der Stadt ist die Wallstraße.
Die vielen Touristen und Stadtbesucher schätzen die Innenstadt wegen ihrer kleinteiligen Architektur: keine gigantischen Kaufhäuser sondern viele Läden und Boutiquen laden zum Bummeln ein.
Am Rand der Innenstadt steht das Schloss, einstiger Mittelpunkt der Stadt. Die ehemalige Residenz von Grafen und Herzögen war ursprünglich als Wasserschloss angelegt und wurde baulich immer wieder verändert. Seit 1923 - nach der Abdankung des letzten Herzogs - ist das Schloss „Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte“. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das dreieckige Rathaus und die Lambertikirche mit ihren fünf Backstein-Türmen.
Mittlerweile sind auch mehrere Einkaufspassagen in der Innenstadt entstanden, die viele kleine Boutiquen, Läden und Fachgeschäfte beherbergen:
Herbertgang, Lambertihof, Boykengang, Nikolaigang, Elisengang, Abraham und Handelshof.
Einige müssen noch vom Handel neu entdeckt werden – die Innenstadt kann neue Impulse immer wieder gut vertragen.
Von der Lambertikirche aus betrachtet erstreckt sich die Fußgängerzone rechts und links vom Marktplatz. In die eine Richtung geht sie über die Lange Straße bis zum Lappan und endet in der Heiligengeistsraße. In die andere Richtung führt sie über die Achternstraße entlang ebenfalls zum Lappan in die Heiligengeiststraße. Dazu gibt es noch mehrere kleine Nebenstraßen, die von der Langen Straße und der Achternstraße abgehen.
Für die Besucher der Innenstadt stehen am Oldenburger Autobahnring über 5.600 Parkplätze zur Verfügung. Ein P+R Ticket für 1,50 € ermöglicht die Hin- und Rückfahrt mit dem Bus zum Parkplatz. Die Innenstadt ist gut mit dem Bus und der Bahn erreichbar.
Informationen unter: www.vwg.de und www.weser-ems-bus.de
Hinweise auf Parkplätze und Parkhäuser sowie auf das Jubiläumsfest findet man auf der Internetseite des City-Marketings Oldenburg
Das Fest zum 40 jährigen Jubiläum:
18.08.2007 ganztägig „Natürlich Oldenburg“ und „40 Jahre-Fussgängerzone Innenstadt
Weiter Infos: www.cmo-online.de
Shopping Oldenburg / September 2007
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